Frühling ist, was in der Stadt passiert

Jedes Jahr erwartet uns das gleiche Phänomen: Das Thermometer klettert zum ersten Mal im neuen Jahr in die Höhe und prompt schiebt man die gerade erst aufgesetzte Sonnenbrille überrascht nach oben, um angesichts der plötzlich strahlenden Fassaden, glücklichen Gesichter, überfüllten, lebendigen Plätze genauer hinzusehen – Ja, richtig, Alles glänzt, so schön neu! Grund genug also, um den Frühlingsputz Frühlingsputz sein zu lassen, die Lernerei nach Außen zu vertagen, die Mittagspause um einen kurzen Spaziergang zu erweitern und sich nach dem Sportprogramm mit mindestens einer Kugel Eis zu belohnen. Wo und wie sich außerdem die ersten warmen Sonnenstrahlen in diesem Jahr besonders gut genießen lassen, verrät euch meine kleine, aber feine Auswahl an Lieblingsplätzen:

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1. Stadthafen: Zugegeben wenig originell, aber mal ehrlich: Den Stadthafen nicht in diese Liste aufzunehmen, wäre ja wohl noch unsinniger, nicht wahr? Schnell in ein paar Minuten vom Dobi oder der Kröpi aus zu erreichen, klopft das Herz jedes Matrosen und Seeräuberin schneller, wenn sich bei guten Wetter der Stadthaften von seiner himmelblauen Seite zeigt. Die Warnow liegt blau und plätschernd vor einem, verschiedene Segelbooten konkurrieren um die Anerkennung der Spaziergänger, Jogger weichen Fahrradfahrern aus, kleine Kinder halten bunte Eistüten, Erwachsene herzhafte Fischbrötchen in den Händen und Freunde treffen sich auf Wein, Bier und Kubb – Meisterschaften.

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2. Gehlsdorf: Ich gestehe es: Seit meinem ersten Frühling in Rostock bin ich ein Gehlsdorfgirl! Allein die kurze Fahrt, die sich angenehm mit einer kleinen Radtour oder einer Fahrt mit der Fähre zurücklegen lässt, verursacht bei mir immer schon eine Art Urlaubsgefühl mit Wandertagcharme. Die beste Begleitung für diese Tour: Entweder die Lieblingsmenschen oder aber auch einfach nur ein spannendes Buch, belegte Brote, eine Picknickdecke und eine Sonnenbrille. So lässt sich der Ausblick auf die Rostocker – nennen wir es mal großzügig – Skyline am Besten vom Ufer oder vom aufgewärmten Holzsteg genießen.

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3. Am Brink: Dieser überschaubare Platz, der sich zwischen der Stadtmitte und der KTV angesiedelt hat, ist ein wahres Fest für alle Freunde von „Sehen und gesehen werden“. Egal, ob man eigentlich nur mal kurz am Dobi etwas erledigen wollte oder auf dem Weg in die KTV ist: Hält man die Augen wachsam, begegnen einem fast immer bekannte Gesichter. Besonders praktisch: Der Brink ist von Cafés wie dem Madison, der Bäckerei Junge und der Mecklenburger Backstube umringt und ist somit wie geschaffen, um einen kurzen Aufenthalt im Freien um mehrere Minuten zu verlängern. Wer zudem Lust auf eine Abkühlung bekommt, sollte einen kurzen Abstecher im Fröhlich machen, wo neben einer freundlichen Bedienung leckerer Frozen Yoghurt mit bunten Toppings (probiert die Pistaziencreme!) auf einen warten.

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4. Holzhalbinsel: Einer der schönsten Plätze am Stadthafen ist definitiv die Holzhalbinsel mit Blick auf die Petrikirche und wunderschöne Altstadt. Vor allem im Hochsommer ist das ein beliebter Treffpunkt, um tagsüber vielleicht  ein Buch zu lesen, Gitarre zu spielen zu oder kurz die Sonne zu genießen und abends ein Bier mit Freunden zu trinken.

© Helmut Kuzina

© Helmut Kuzina

5. Terrasse: Was gibt es Herrlicheres, als seinen Lieblingskaffee draußen zu genießen? Da ist es praktisch, das fast jedes potenzielle Stammcafé mittlerweile über  einen Außenbereich verfügt: Café Paula in der Stadtmitte, die Likörfabrik und das Café A Rebours in der Altstadt, das Café Lotte, Ronja Espresso und Café Liebreiz direkt am Dobi oder das Café Central und Café Lom in der KTV – je nach Lust, Laune und Standpunkt könnt ihr euch den ganzen Sommer durch das Angebot schlemmen!

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6. Brunnen der Lebensfreude, oder auch Pornobrunnen genannt: Wohl kaum einer von uns kommt nicht mindestens einmal pro Woche am Pornobrunnen vorbei, bildet dieser doch das Zentrum der Kröpeliner Straße und einen der obligatorischen Tourimagnete im Sommer. Hier treffen spielende Kinder auf rüstige Rentner, Taschenprinzessinnen auf Punks, verliebte Pärchen auf Flirtfreunde, die arbeitende Bevölkerung auf den Studententrupp, und, und, und! Wer seine Zeit gerne damit verbringt, in Gesichtern und Körpern anderer Menschen zu lesen, ist hier definitiv richtig. Weiterer Pluspunkt: Spontane Wiedersehen sind hier mehr als möglich und diverse Eisdielen in unmittelbarer Reichweite…

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7. Eisscholle: Über das beste Eis in Rostock lässt sich gut und herzhaft streiten, über einen der beliebtesten Plätze im Sommer definitiv nicht (lasst euch von meinem Bild nicht täuschen: Das entstand früh morgens, spätestens ab Mittag sind diese Plätze heiß begehrt!): Wer was auf sich hält, lässt sich seine Kugel Eis möglichst cool und hip in der Eisscholle schmecken. Somit gibt es hier also immer etwas zu gucken und ein bekanntes Gesicht zu sichten. Übrigens: Wer mittlerweile auch auf dem veganen Trip ist, wird seit Neustem wenige Meter von der Eisscholle entfernt, im Veis glücklich.

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8. Ulmencampus: Für den ein oder anderen mag es an dieser Stelle merkwürdig vorkommen, dass ich in dieser Liste auch einen Platz vom Universitätsgebäude vorschlage. Tatsächlich ist der Ulmencampus tagsüber wohl auch mehr ein Platz, um sich hingebungsvoll dem Fressflash nach dem Mensabesuch hinzugeben oder um den inneren Schweinehund auszutricksen, um wenigstens ein bisschen bei dem schönen Wetter zu lernen…Gegen Abend verwandelt sich der Ulmencampus dann aber in einen angenehm überschaubaren Ort, an dem es sich entspannt Kubb spielen, Skateboardfahren lernen oder auch einfach im bisschen im Gras liegen lässt.

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9. Petrikirche: Am Schönsten ist es auf dem Dach: Das gilt für jede Stadt. Wer keine Platzangst kennt und sich auch nicht vom Treppensteigen abhalten lässt, sollte unbedingt mal die 196 Treppen zum Aussichtsturm hinaufsteigen und dann den wunderschönen Blick auf Rostock auf sich wirken lassen. Ähnlich schön, aber ganz ohne Treppensteigen, lässt sich die Sicht auf die Holzhalbinsel von der „Terrasse“ aus genießen. 10749072_849957948371352_1907820280_n


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10. Warnemünde:  Gute Gründe gibt es genug, Fotos auch!

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2 Kommentare zu “Frühling ist, was in der Stadt passiert

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