Zur Heimat erkor ich mir das Meer

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Zur Zeit sind meine Beiträge sehr Ostsee-lastig, das liegt daran, dass ich erst in Kürze wieder in Rostock sein werde und somit noch knapp 10 Tage warten muss, bis ich endlich wieder vor Ort über die Stadt der Städte posten kann. Andererseits passt das Thema Meer natürlich auch prima in die (Spät-)Sommerzeit und die Ostsee bietet sich als wunderschönes Motiv für eine kleine Bildstrecke sowieso hervorragend an. Also gilt heute die Devise: Wenig Text, viele Bilder und gute Links rundum das Meer!

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Wenn man ans Meer kommt
soll man zu schweigen beginnen
bei den letzten Grashalmen
soll man den Faden verlieren

und den Salzschaum
und das scharfe Zischen des Windes
einatmen
und ausatmen
und wieder einatmen

Wenn man den Sand sägen hört
und das Schlurfen der kleinen Steine
in langen Wellen
soll man aufhören zu sollen
und nicht mehr wollen wollen
nur Meer

nur Meer  

Diese weisen Worte stammen übrigens von dem von mir sehr verehrten Dichter Erich Fried. Und Recht hat er außerdem, oder kennt ihr einen besseren Ort zum Entspannen als den Strand mit Blick auf das Meer?

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Mit der Wirkung des Meeres auf unseren Seelenzustand hat sich übrigens der Philosoph Wilhelm Schmid beschäftigt, der darüber mit dem Deutschlandfunk sprach:

Das Interview ist Teil der aktuellen Sommerreihe Sehnsuchtsort Meer, die sich mit der ganzen Bandbreite des Meeres (Matrosenmythos, Meeresverschmutzung, Weltumsegelung) beschäftigt und absolut hörenswert ist.

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Das Strand und Meer aber nicht immer mit Schönheit und Erholung gleichzusetzen sind beweist der sehr amüsante Fotoband Life’s a Beach von Martin Parr, der einst für die legendäre Fotoagentur Magnum gearbeitet hat. Seine Fotos zeigen Menschen, die sich Sonnenöltriefend auf Plastikliegen sonnen, vollgemüllte Strände und farbenfrohe Strandplakate vor trister grauer Kulisse. Eine ausführliche Rezension zu dem Band von DIE ZEIT findet ihr hier.

© Martin Parr

© Martin Parr

Für mich persönlich verkörpert das Meer seit jeher absolute Freiheit; Seewind in den Haaren, noch Salz auf der Haut und das Blau der See in den Augen – als würde die graue Realität von den Wellen weggeschwemmt und stattdessen lauter glitzernde Glücksmomente herangetragen werden.
Was bedeutet euch das Meer?

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Geben wir uns also für einen kurzen Moment dem Gefühl hin, einfach mal für eine Zeit lang auszubrechen, den Heimathafen zu verlassen und sich alle sieben Wellen in ein Abenteuer mitreißen zu lassen.

 

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5 Kommentare zu “Zur Heimat erkor ich mir das Meer

    • Hej Larissa,

      ui, danke für deinen lieben Kommentar! Mich zieht es dafür auch immer mal wieder in die Berge…auch wenn ich da in Rostock schlechte Karten habe. ;) Ich hoffe, dein Arbeitstag ging fix vorbei, mach dir einen schönen Abend! :)

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      • Schön, einen Seelenverwandten gefunden zu haben. Nur am Meer 🌊 fühle ich mich frei, wie ein Vogel 🐦 und bin in meiner eigenen Welt. Und das bei jedem Wetter. Ich bin froh, nach Rostock gezogen zu sein 😃

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